Stromkosten beim 3D-Drucker: Wie viel verbraucht er?
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Wie viel Strom verbraucht ein 3D-Drucker? Weniger, als sein Netzteil vermuten lässt. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie die Stromkosten eines Drucks berechnen, warum die Nennleistung sie überschätzt und wann sie wirklich ins Gewicht fallen.
Die Formel
Nennleistung vs. tatsächlicher Verbrauch
Die Wattzahl auf dem Netzteil ist das Maximum, das es liefern kann. In die Nähe davon kommt ein Drucker nur, während Bett und Düse aufheizen; ist die Temperatur erreicht, takten die Heizungen und der Durchschnitt fällt weit unter die Nennleistung.
Desktop-Drucker mit PLA liegen im Schnitt oft etwa bei 70–150 W. Hochtemperatur-Materialien (ABS, ASA, PC), ein heißes Bett, ein Gehäuse oder ein kalter Raum treiben den Wert nach oben.
Die einzig verlässliche Zahl ist Ihre eigene: Drucker an ein Energiemessgerät anschließen, einen typischen Druck laufen lassen und die kWh durch die Stunden teilen.
Beispiel
Ein Druck von 4 h 20 min bei 0,30 € pro kWh:
| Annahme | Energie | Kosten |
|---|---|---|
| 100 W Durchschnitt (gemessen) | 0,43 kWh | 0,13 € |
| 350 W Nennleistung | 1,52 kWh | 0,46 € |
Die Nennleistung ist eine sichere Obergrenze, wenn Sie nichts Besseres haben – sie kann den Stromposten aber verdreifachen.
Wann Strom ins Gewicht fällt
Bei einem einzelnen kleinen Druck ist Strom meist der kleinste Posten. Wichtig wird er bei:
- Druckfarmen: 5 Drucker × 120 W × 8 h pro Tag × 30 Tage = 144 kWh im Monat, bei 0,30 € etwa 43,20 €.
- Langen Drucken und Hochtemperatur-Materialien.
- Zubehör, das mitläuft: Filamenttrockner, Gehäuseheizung, Beleuchtung, Computer.
Einrichtung in Slice&Price
Tragen Sie Ihren Strompreis einmal in den Einstellungen ein und geben Sie jedem Drucker seine eigene Durchschnittsleistung. Jede Kalkulation ergänzt den Stromposten dann automatisch aus der Druckzeit.
Häufige Fragen
Verbraucht ein 350-W-Drucker ständig 350 W?
Nein. Das ist die Nennleistung des Netzteils. Nahe daran liegt er nur beim Aufheizen; der Durchschnitt während des Drucks ist meist deutlich niedriger.
Was kostet eine Stunde 3D-Druck an Strom?
Durchschnittliche Kilowatt × Ihr Preis pro kWh. Bei 100 W und 0,30 €/kWh sind das etwa 0,03 € pro Stunde.
Wie messe ich den Verbrauch meines Druckers?
Mit einem Steckdosen-Energiemessgerät über einen ganzen Druck; die angezeigten kWh geteilt durch die Druckstunden ergeben Ihre Durchschnittsleistung.